Technische Informationen

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Bremskolben

Das Maß der Bremswirkung wird also durch die Belaganpressung bestimmt. Die Belaganpressung wiederum steigt mit der auf das Bremspedal wirkenden Fußkraft und dem somit erzeugten hydraulischen Druck.

Bei der Scheibenbremse wird der verschiebbare Kolben gegenüber dem Bremssattelgehäuse (Flüssigkeitsteil) durch den so genannten Dichtring abgedichtet (siehe Bild 1).

Dieser Dichtring, der den Bremssattelkolben mit Vorspannung umfasst, dient gleichzeitig dazu, den Kolben nach Druckabbau wieder zurückzuziehen („Rollback“) und bei Belagverschleiss die selbsttätige Nachstellung des zu groß gewordenen Lüftspiels der Bremse zu gewährleisten. Aufgrund der Rückspannkraft des Dichtringes („Rollback“) wird der Kolben bei Druckabbau zurückgezogen.

Um während ungebremster Fahrt eine Lüftspielvergrößerung durch Scheibenverwindung, unzulässig hohen Scheibenschlag oder starke Vibration zu verhindern, ist eine geringe Verschiebung des Kolbens in Richtung Sattelgehäuse möglich.
Aufgrund des „Knockback“-Verhaltens wird der Kolben jedoch immer wieder in seine Ausgangsstellung zurückgezogen (siehe Bild 2).

Bei größer werdendem Lüftspiel (durch Verschleiss) muss der Kolben einen größeren Weg (als im Neuzustand der Beläge) zurücklegen. Der Kolben rutscht durch den Dichtring, da dessen Rückspannkraft kleiner als die Reibkraft geworden ist.

Die Nachstellung erfolgt also stufenlos, dem jeweiligen Verschleiß angepasst.

Um eine Verschmutzung der Kolben- und Zylinderoberfläche durch äußere Einflüsse (Straßenstaub, Belagabrieb, Spritzwasser usw.) zu verhindern, wird zusätzlich eine Schmutzkappe (auch Staubmanschette genannt) montiert. Es ist stets darauf zu achten, dass diese in einem einwandfreien Zustand ist und korrekt eingebaut wird.