TECHNISCHE INFORMATIONEN

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Scherfestigkeit

Prüfen der Scherfestigkeit

In vielen Publikationen zur ECE-R-90-Prüfung ist von Scherfestigkeit die Rede. Doch was genau bedeutet das?

Mit einem Abschertest wird die Festigkeit des Reibmaterials geprüft. Dabei wird immer mehr Kraft auf das Reibmaterial ausgeübt, bis es in zwei Hälften auseinanderschert. Mit dieser Prüfung kann sichergestellt werden, dass das Produkt die geforderten gesetzlichen Bestimmungen einhält. Bei Nichteinhaltung der Mindestanforderungen könnte es beim Abbremsvorgang zu einem plötzlichen Komplettausfall der Bremsanlage kommen.

Reibmaterial nach einem Abschertest:

Basisreibmaterialfläche

Abgeschertes Reibmaterial

Die nachstehende Abbildung veranschaulicht das Prüfverfahren:

Legende zur Abbildung:

    1. 1 Bremsbelag
    1. 2 Scherkraftmesslehre
    1. 3 Gegenhalter
    1. 4 Halterung
    1. 5 Andruckkraft
    1. 6 Scherkraft

Der Bremsbelag (1) wird in eine Halterung (4) gesteckt und durch einen Gegenhalter (3) mit leichtem Druck fixiert. Die Scherkraftmesslehre (2) wird gegen die Reibmasse gepresst und die Scherkraft kontinuierlich erhöht, bis die Reibmasse in zwei Hälften auseinanderschert. Die Scherfestigkeit ist der Quotient, der sich errechnet aus der gemessenen Kraft zum Zeitpunkt des Abscherens und dem Querschnitt der Basisfläche des Reibmaterials.

Die EU-Verordnung ECE R 90 erfordert eine Scherfestigkeit von mindestens 250 N/cm². Die Messwerte all unserer Produkte liegen deutlich darüber.